Die Bedrohung durch Atomwaffen

Sicherheitspolitik in einer Welt divergierender Interessen und fehlender Zusammenarbeit.

Seminar Einladung

Die Bedrohung durch Atomwaffen

Sicherheitspolitik in einer Welt divergierender Interessen und fehlender Zusammenarbeit

Donnerstag7. November 202414.30 - 16.00 hPROGR -Kleine BühneWaisenhausplatz 303056 Bern

Andreas ZumachPublizist, UNO-Korrespondent diverser Zeitungen

Andreas NideckerProf. Dr. med., PSR/IPPNW Vorstandsmitglied

Einführung

Offizielle Atommächte (USA, Russland, China, Frankreich und Grossbritannien, die „P5“) und die Nichtunterzeichner des Atomsperrvertrags (Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel) halten ihre Atomwaffen in Bereitschaft oder sind daran, sie zu modernisieren. Gleichzeitig erhöhen sich die Spannungen zwischen der NATO (vor allem die USA, aber auch Frankreich und England) und Russland um die Ukraine, ebenso zwischen den USA und China im südchinesischen Meer, zwischen China und Indien in einem Grenzkonflikt im Himalaya und zwischen Indien und Pakistan um Kaschmir. Ebenso streben Länder wie die Türkei, Saudiarabien und Japan den Erwerb der Nukleartechnologie für Atomkraftwerke an, eventuell um später eigene Atomwaffen herzustellen. Aktuell befindet sich Israel in einem möglicherweise eskalierenden Konflikt mit den Vasallen Irans, einem Land, das wahrscheinlich demnächst ebenfalls dem Club der Atommächte gehört. Auch um Taiwan spitzt sich die Lage zu, und eine Konfrontation zwischen den USA und China ist denkbar.

Der atomare Nichtweiterverbreitungsvertrag (Nuclear Nonproliferation Treaty, NPT) reguliert die Situation zwischen den P5 und der übrigen Ländergemeinschaft. Er verbietet es Unterzeichnern des NPT eigene Nuklearwaffen zu besitzen. Nordkorea, Israel, Indien und Pakistan sind als Nichtunterzeichner deshalb nicht an den NPT-Vertrag gebunden. Ein weiterer 2017 von der UNO akzeptierter Vertrag, der sog. Atomwaffenverbotsvertrag wurde von bisher 97 Ländern unterzeichnet und von 70 bereits ratifiziert. In unserem Land läuft zur Zeit die Atomwaffenverbotsinitiative, welche die Ratifizierung dieses Vertrags durch die Schweiz fordert. Verträge zwischen den offiziellen Atomstaaten sind inzwischen weitgehend ausgelaufen und Russland hält sich nicht mehr an die Bedingungen des New Start Vertrags, des letzten dieser noch existierenden Verträge.

Angesichts potenzieller Eskalationen zwischen der Ukraine und Russland, Taiwan und China sowie zwischen Israel und seinen Nachbarn ist der Einsatz von Nuklearwaffen so wahrscheinlich wie nie zuvor. Das Seminar bietet Informationen über die Atommächte, deren Waffen und deren Zerstörungspotenzial. Zudem werden die Themen «Nukleare Abschreckung» und «Proliferation» behandelt sowie die geopolitische Lage analysiert. Wir möchten Interessenten unsere Besorgnis über die aktuelle Situation näherbringen und mögliche Wege zur Deeskalation aufzeigen.

Infos und Anmeldung (bitte bis 28.10.2024)www.ippnw.ch

Eine Veranstaltung von:PSR/IPPNW Schweiz (Ärzte/Ärztinnen für soziale Verantwortung/Zur Verhütung des Atomkrieges)Hardturmstrasse 2618005 Zürichwww.ippnw.chsekretariat@ippnw.ch

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