Zuhören, austauschen, gemeinsam Brücken bauen
Das Café de la Paix: Auseinandersetzung mit friedenspolitischen Themen

Im Café de la Paix werden friedenspolitische Themen verständlich erklärt, kontrovers diskutiert und in konkrete Handlungsschritte übersetzt. Fachwissen trifft Zivilgesellschaft – offen, nahbar und lösungsorientiert.

Unser Ansatz
Für ausgewählte friedenspolitische Themen konsolidiert und analysiert der schweizerische Friedensrat die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Gesellschaft. Er arbeitet diese adressatengerecht auf und macht sie bekannt, um damit eine friedenspolitische Haltung bei der breiten Öffentlichkeit und in der Politik zu bestärken. Das Café de la Paix ist ein Ort der Auseinandersetzung zu friedenspolitischen Themen.
Seit 2021 Jahren organisiert der SFR regelmässig das Café de la Paix. Es nehmen Personen vor Ort und virtuell (per Zoom) an den jeweiligen Diskussionrunden teil.
Das Café de la Paix findet ungefähr zweimonatlich statt, in der Regel am letzten Montag des Monates um 19 Uhr. Mittels eines Inputreferates führt eine Fachperson in den Themenabend ein. Eine anschliessende Diskussion führt zu einer Vertiefung der Thematik und zeigt Handlungsschritte zur Förderung einer gewaltfreieren Gesellschaft auf.




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Aktuelle Themen des Café de la paix 2025
Das Café de la Paix im 2025Am 31. März 2025 lud der Schweizerische Friedensratzum ersten Café de la Paix des Jahres ein. An der gut besuchten Veranstaltung ging es um «Menschenrechte unter Druck. Die mögliche Rolle der nationalen Menschenrechtsinstitutionen». In seinem Referat beleuchtete Stefan Schlegel, der erste Direktor des 2023 gegründeten unabhängigen Schweizerischen Menschenrechtsinstituts SMRI, das Thema von verschiedenen Seiten. Seine Ausführungenstiessen auf grosse Resonanz. Der Schweizerische Friedensrat ist im Berichtsjahr der neuen Menschenrechtsinstitution beigetreten.
Am 29. September 2025 luden wir Priska Seiler Graf ans Café de la Paix zum Thema «Neutralitätsinitiative– Solidarität quo vadis?» ein. Die Zürcher SP-Nationalrätin ist auch Präsidentinder Sicherheitspolitischen Kommissionund hatte ursprünglich über die Behandlungder sogenannten Neutralitätsinitiative in der Herbstsession des Nationalrates berichten wollen. Da das Traktandum jedoch verschoben worden war, informierte sie über einen in den Räten zirkulierenden direkten Gegenvorschlag, der das Verbot von Sanktionen nicht mehr aufführte. Seiler Graf hatte dies mit einer solidarischen Friedens- und Sicherheitspolitik der Schweiz als nicht zu vereinbaren bezeichnet.
Auch 2025 fand die Präventionskampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» vom 25. November bis 10. Dezember statt. Während den Aktionstagen wird schweizweit in Podiumsdiskussionen, Theatern, Workshops oder Strassenaktionen geschlechtsspezifische Gewalt thematisiert. Mit einem jährlich festgelegten Fokusthemawird von Frauenorganisationen sowie Frauenhäusern auf unterschiedliche Formen von Gewalt und davon Betroffenen aufmerksamgemacht. Das Thema 2025 war «Geschlechtsspezifische Gewalt und Behinderungen». Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Einfluss «Gender» und Behinderungen auf täglich erlebte Gewalterfahrungen der betroffenen Frauen und Mädchen haben.
Seit mehreren Jahren beteiligt sich auch der Friedensrat an der 16-Tage-Kampagne. Am 24. November lud er zusammen mit der WILPFzu einem Podium zum Thema «Zugänglich für alle? Inklusion und strukturelle Gewalt in der Schweiz» ein, an dem Stephanie Weiss, Professorin für soziale Arbeit an der Hochschule Luzern, und die Zürcher Kommunikations- undInklusionsexpertin Saphir Ben Dakon sprachen. In der Schweiz leben rund 1,9 Millionen Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, die zu Hause oder ineiner Institution leben – das entspricht etwajeder fünften Person. Diese Zahl mag auf denersten Blick hoch, erscheinen. Am Café de la Paix wurde deutlich, wie viele verschiedene Formen von Behinderungen zu berücksichtigensind und dass diese in sichtbaren, oft aber auch in nicht direkt erkennbaren Formen auftreten. Insgesamt 33 Personen beteiligten sichan der Diskussion, die durch eine Gebärdensprachverdolmetschung unterstützt wurde.
Diana Schenkel

Café de la Paix: Ukraine in Wort und Ton

Communiqué nach dem Café de la paix vom 24. Oktober zum Atomwaffenverbotsvertrag

Friedenscafé zum Jubiläum: 30 Jahre unabhängige Ukraine
