SWISS PEACE COUNCIL   |   CONSEIL SUISSE POUR LA PAIX   |   CONSIGLIO SVIZZERA PER LA PACE

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Nachost-«Friedensplan»: Mit grossem Brimborium stellte US-Präsident Trump am 29. Januar der Weltöffentlichkeit seinen «Friedensplan» für Israel und Palästina vor. Mit einer Friedenslösung für den Nahen Osten hat dieser Plan allerdings nichts zu tun, er bedeutet mit der Annektierung der illegalen Siedlungen im Jordantal durch Israel und mit seinem Fleckenteppich statt einem zusammenhängenden Territorium für einen Palästinenserstaat einen Dolchstoss gegen das Völkerrecht und das endgültige Aus für eine gerechte Zweistaatenlösung. Dieser Plan dürfte zu mehr Unsicherheit, Gewalt, Krieg und Terrorismus in den Region führen.

Lesen Sie hierzu den Auftakt-Artikel von Andreas Zumach in unserer neusten Ausgabe.

Genozid in Ruanda: Aufgrund einer Dissertation über die Rolle der Schweiz vor und während des Völkermordes in Ruanda 1994 hat Lea Suter einige kritische Anmerkungen und fragt sich, wo da unser Land eigentlich war. Ihre Überlegungen werden ergänzt von einer Reportage über «Würmer im Kopf – auf der Suche nach Auswegen aus der Gewaltspirale» von ihr von einem Besuch in Kigali.

Kandidatur für UNO-Sicherheitsrat: Die Schweiz bewirbt sich erstmals für die Periode 2023/24 für einen nichtständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat, dem potenziell wichtigsten Gremium für Krieg und Frieden der Welt. Welche Rolle spielt und welche Aufgaben hat der Sicherheitsrat, was bedeutet eine Mitgliedschaft unseres Landes für seine Aussenpolitik? Wir gehen diesen Fragen in einer Serie nach; im ersten Teil stellen wir den Sicherheitsrat vor und beschreiben den Weg der Schweiz zur Kandidatur. Inklusive einer Karte zu den UNO-Friedenseinsätzen 2019/2020.

Lesen Sie dazu den Beitrag von Markus Heiniger: «UNO-Sicherheitsratskandidatur – Chance für Schweizer Friedenspolitik?»

50 Jahre Atomsperrvertrag: Er gilt als Eckpfeiler des Völkerrechts puncto Atomwaffen und ist einer der erfolgreichsten internationalen Verträge, er bildete auch die Grundlage für weitere Verträge zur Kontrolle von Atomwaffen. Anfang Mai findet in New York wie alle fünf Jahre eine Überprüfungskonferenz statt. Rebecca Johnson stellt die Stärken und Schwächen des Atomsperrvertrags vor und glaubt an positive Signale, die von der Überprüfung ausgehen könnten.

Nicht ist so, wie es scheint: Zwei Bücher über Verschwörungstheorien beleuchten ein Phänomen, das zwar nicht neu ist, aber in Zeiten des Internets und populistischem Brodelns besondere Blüten treibt. Roger Schawinsky beschreibt die «fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt», während der deutsche Professor Michael Butter erläutert, wie solche Erzählungen funktionieren, wo sie herkommen und welche Auswirkungen sie haben können. Ein Panoptikum des Gruselns tut sich da auf, und die meisten Verschwörungstheorien operieren, wen wunderts, mit antisemitischen Untertönen. Peter Weishaupt hat sich da eingelesen im Buch und im Netz, sich dabei geschaudert und auch viel gelacht.

Weitere Themen der März-Ausgabe:
– Die Waffenausfuhrstatistik 2019: Die Waffenausfuhren haben um volle 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen, hauptsächlich für Panzerwagenlieferungen nach Dänemark, Rumänien und Bangladesch.
– Jai Jagat 2020: Am kommenden 26. September wird eine Gruppe von Marschierenden nach 8000 Kilometern Marsch von Delhi in Genf ankommen und vor dem UNO-Gebäude für Frieden und Gerechtigkeit demonstrieren. Eine Vorschau.
– Weltraumsatelliten: Die wirtschaftliche und militärische Entwicklung im Weltraum nimmt Fahrt auf. Die Stationierung von Waffen im Weltall dürfte erstmals Realität werden. Eine Übersicht.
– Worte über Taten: Der internationale Friedensdienst SCI feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsbuch.

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