Internationaler Aktionsaufruf der War Resisters International
Widerstand gegen die Waffenmesse DSEi 03 vom 9.–12. September in London
Eine der grössten Waffenmessen aller Zeiten für Gewehre, Bomben, Militärflugzeuge, Handfeuerwaffen, Minen und Panzer findet in London vom 9.-12.9.03 statt.

Internationaler Protest
Tausende von DemonstrantInnen aus aller Welt sind eingeladen nach Grossbritannien zu kommen, um zu helfen, diesen Markt des Todes zu stoppen und daraufhin zu arbeiten diese gesamte mörderische Industrie niederzureissen. Dies ist eine Chance, nicht nur die Messe ins Visier
zu nehmen, sondern die Geschäfte dahinter.

Was ist die DSEi?
Defence Systems Equipment International (DSEi 2003) ist eine von der britischen Regierung gesponsorte Waffenmesse. Sie wird Waffenkäufer aus aller Welt beherbergen – darunter auch aus Ländern, die auf der Liste der menschenrechtsverletzenden Staaten von Amnesty International stehen und andere, die darauf stehen sollten!

Auch einkaufen auf dieser riesigen Waffenmesse werden Delegierte einiger der ärmsten Länder Afrikas und Asiens. Reiche westliche Regierungen, darunter die USA, Britannien, Frankreich und Italien werden versuchen, sie dazu zu bringen teure Waffen zu kaufen, anstatt Geld für Bildung, Entwicklung oder Medizin auszugeben.

Die letzte DSEi Ausstellung fand über den 11.9.01 statt, dem Tag der Anschläge auf New York und Washington in Amerika. Während viele Geschäfte auf der Welt schlossen, blieb die Waffenmesse geöffnet. Drei weitere Tage kauften Länder, darunter Amerika, Israel und 14 verschiedene arabische Nationen – Seite an Seite – weiterhin Waffen, um sich gegenseitig damit anzugreifen!

Der Waffenhandel, worin die DSEi ein wichtiger Teil ist, ist ein internationales Geschäft, betrieben von multinationalen Konzernen, die Produkte herstellen, die für Gewinn töten und verstümmeln. Diese Konzerne spielen eine führende Rolle im ungerechten Weltwirtschaftssystem, das Armut und Menschenrechtsverletzungen in aller Welt hervorruft.

90 % aller Gefallenen während der Kriege in den 90iger Jahren waren Zivilisten. Es gibt Kriege, die heute nur dank des Waffenhandels weitergeführt werden. (hier Unklarheit im Original, vgl. die englische Version, die Übers.) Die Waffenfirmen operieren aufgrund der Globalisierung an den Gesetzen vorbei, ausserhalb von Handelsabkommen und entschlossen nur zugunsten der Reichen und Mächtigen.

Der Waffenhandel in Grossbritannien schadet den lokalen Gemeinden
Der Londoner Stadtteil Newham, wo die DSEi stattfindet, ist einer der ärmsten des Landes. Die Menschen dort wollen bessere Bildung, Wohnungen, Gesundheit, Schaffung von Arbeitsplätzen, Löhne, die für den Lebensunterhalt reichen – für den Anfang. Die britische Regierung gibt Millionen aus, um den Waffenhandel zu subventionieren, während Menschen zu arm sind, um sich gesund ernähren zu können, ihre Schulen aus allen Nähten platzen und ihre Krankenhäuser verwahrlosen.

Was ist geplant? London vom 6 – 12. September 03

Die meisten internationalen Proteste bisher haben sich gegen Regierungsinstitutionen gewandt. DSEi 2003 ist eine Chance Firmen und Minister direkt anzugehen, während sie dabei sind mit Waffen zu handeln. Entwaffnet die DSEi koordiniert ein einwöchiges Aktions-, Protest- und Widerstands-Festival gegen die Waffenmesse und das zugrundeliegende ungerechte Weltsystem. Wir planen schon ein ganzes Jahr im voraus, um das grösste Festival gegen Waffenhandel durchzuführen, das es je gegeben hat.

Eine Anzahl Nachtwachen (im Original "vigils"), Demonstrationen und Aktionen werden gegen die Waffenmesse, die dort ausstellenden Firmen, die Käufer und die Regierungen, die diese ganze Show bezahlen, organisiert werden. Die TeilnehmerInnen an den Protesten werden auch dazu aufgerufen eigene Aktionen und Demonstrationen zu planen. Es werden Informationen über die Waffenmesse, Waffenfirmen in London und andere in diesem Handel tätige erhältlich sein.

Die DSEi Koordinationsgruppe will versuchen, einen Ort zu schaffen, wo verschiedene Gruppen, die ihrer Meinung nach effektivsten Aktionsformen und Taktiken anwenden können. Wir arbeiten daran, ein Zusammentreffen zu erschaffen, bei dem unterschiedliche Gruppen die Räume, Aktionsformen und Taktiken der jeweils anderen respektieren.

Wir werden workshops organisieren, Teach-ins und andere Zusammenkünfte, sowie für sehr einfache Unterbringung und ein Convergence-Center sorgen. Bitte teilt uns mit, wenn ihr kommt. Bitte verteilt diesen Aufruf. Beteiligt Euch an der Vorbereitungsgruppe! Mobilisiert Unterstützung in Euren Ländern!

Die schweizerische Kampagne gegen Kleinwaffen unterstützt den Widerstand gegen die Londoner Waffenmesse und ruft zur Teilnahme an den Aktionen auf. Sie wird mit einer Delegation vertreten sein, wer Lust hat, gemeinsam nach London zu gehen, melde sich bei der Kampagne.

Direkte Informationen über die Waffenmesse sind erhältlich bei

DSEI-Koordinationsgruppe
c/o 11 Goodwin Street, London, United Kingdom, N4 3HQ.
Tel.: (+44) (0) 781 7652 029
e-mail: disarm@dsei.org, website: www.dsei.org

oder bei der

War Resisters' International
5 Caledonian Road * London N1 9DX * BRITAIN
tel.: +44-20-7278 4040 * fax: +44-20-7278 0444
email: info@wri-irg.org * http://www.wri-irg.org

Exklusiv-Bericht vom Widerstand gegen die DSEi in London
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